[Kulturtransport] Kritiken: Faltsch Wagoni 'Deutsch ist dada'

 

21. März 2003:
Faltsch Wagoni »Deutsch ist dada«

'Bremervörder Anzeiger' vom 26. März 2003
Faltsch Wagoni zeigte, was sich mit Sprache alles machen lässt. - Foto: ni
Begeisternde Wortklaubereien in Frelsdorf
Faltsch Wagoni präsentieren Kabarettprogramm

Von Nina Baucke

Frelsdorf. Aus dem Ende wurde ein Anfang: Mit einer Zugabe eröffneten die zwei Kabarettisten von »Faltsch Wagoni« den Abend in Bostelmanns Saal. Mit ihrer Spielfreude machten die beiden Akteure Thomas Busse und Silvana Prosperi den Zuschauern deutlich, was sich mit der deutschen Sprache alles machen ließ.
Frei nach dem Motto »Deutsch ist DaDa« gelang es den beiden aus München kommenden Künstlern ihr Publikum zu begeistern. Mit der Debatte um Wortglauberei und Wortklauberei, einem Wassergedicht sowie der grammatikalischen Tragödie »biblischen Ausmaßes« »Dativ gegen Goliath« zeigten sie einen Partnerclinch der amüsanten Art: mit Wortgefechten und einer überraschenden Bauchrednervorführung.
Doch natürlich gehörte auch Musik zum Programm. Silvana Prosperi zeigte, dass man kein Kombischlagzeug braucht, um fetzige Rhythmen zu erzeugen: Koffer, Tisch, Zeitung und der Bühnenboden reichten auch. Und so nebenbei erklärte sich der Ursprung der »Rock«-Musik.
Thomas Busse stand dem in nichts nach. Neben Gitarre und Concertina wurde auch eine Säge zum Singen gebracht. Dass zu den beherrschten Rhythmen des Duos auch Flamenco gehört, zeigten die beiden Akteure mit »Die Bierbar in Sevilla«, wobei Silvana Prosperi eindrucksvoll den Umgang mit Kastagnetten demonstrierte.
Das Publikum honorierte es mit einem kräftigen Applaus, ebenso die Schlussnummer »Deutsch ist DaDa«. Und so war es nicht verwunderlich, dass dieser unterhaltsame Abend nicht ohne mehrere Zugaben endete.
 

 
 
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