[Kulturtransport] Kritiken: The Romeos 'September Roses Tour'

 

3. September 2005:
The Romeos – September Roses Tour

'Bremervörder/Südkreis Anzeiger' vom 11. September 2005
Foto: Bremervörder/Südkreis Anzeiger/ni
Gute drei Stunden Folk-Rock präsentierten die vier Romeos in Frelsdorf dem Publikum. Foto: ni
 
September Roses für Fans
Folk-Rock-Band »The Romeos« spielen in Frelsdorf

Frelsdorf (ni). Nachdem sie sechs Jahre Pause gemacht hatten, wandeln »The Romeos« wieder auf musikalischen Freiersfüßen. Vor kurzem machten sie mit neuen Liedern, neuer CD und ihrer »September Roses«-Tour 2005 – und damit ihrem Gute-Laune-Power-Folk-Rock – Halt in Bostelmanns Saal in Frelsdorf.

Es muss wohl am guten Wetter, an vielen anderweitigen Veranstaltungen oder vielleicht auch an beidem gelegen haben, dass die Besucherzahl hinter den Erwartungen der Veranstalter und der Band zurückblieb. So hatten nur wenige Folk-Fans sich auf den Weg nach Frelsdorf gemacht – und wurden dennoch nicht enttäuscht.
Denn rund drei Stunden lang boten die vier Musiker aus Oldenburg und Bremen, die schon seit weit über zwanzig Jahren mit ihrer Musik Fans im In- und Ausland begeistern, lockeren Pop-Rock in zuweilen bester Country- und Folktradition und präsentierten neben alten Hits auch die Songs ihres aktuellen, 2003 erschienenen siebten Album »September Roses«.
Mit dem rockigen »Why do the bad things make me high« eröffneten die Romeos energisch und dennoch gut aufgelegt ihr Konzert – und schon da war deutlich, dass es sich bei den Anwesenden zwar nicht um viele, dafür aber um eingefleischte Folkfans handelte. Manch einer stand mit wippenden Knien am Tresen, andere tanzten und wieder andere blieben zwar sitzen, aber auch bei ihnen war ein Stillhalten der Füße unmöglich. Das Gleiche geschah bei Titeln wie »Under the Moon« und »All we can do«. Im Mittelpunkt standen die Songs der aktuellen CD, doch auch die Hommage an vergangene Vinylzeiten wurde nicht vergessen: Mit »Road No. 9« wurde ein Titel des Debutalbums »Juliet« aus dem Jahr 1989 zu Gehör gebracht. Ein bisschen Wehmut über vergangene Zeiten wurde da schon deutlich, wenn Frontmann Jürgen Fastje über die nun ersten Erscheinungen der Midlife-Crisis sinnierte.
In vielen der Songs stand das alltägliche Leben im Vordergrund, wie bei »Letter to everyone«, wo Situationen beschrieben wurden, in denen sich jeder einmal befindet und in denen man seine Gefühle und Gedanken am besten in Briefen ausdrückt.
Überhaupt bewiesen »The Romeos« wahre Bühnenqualitäten, denn über mangelnde Stimmung konnten sich die Zuhörer trotz allem nicht beklagen – erst nach drei Zugaben durften die Musiker den Saal verlassen.
 

 
 
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